Im Frühjahr 2023 hat das Land den Radweg zwischen Welmlingen und Schliengen auf den "Vordringlichen Bedarf" gestuft. Die Entscheidung für eine Variante steht noch aus. Die Umweltprüfung läuft noch bis 2026.
Im Frühjahr 2023 hat das Land den Radweg zwischen Welmlingen und Schliengen auf den "Vordringlichen Bedarf" gestuft. Die Entscheidung für eine Variante steht noch aus. Die Umweltprüfung läuft noch bis 2026.
Die Bedeutung eines sicheren Radwegs zwischen Schliengen und Welmlingen steht außer Frage. Das hatte das Land bereits vor zwei Jahren bestätigt, indem der Weg in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen wurde. Auch beim Regierungspräsidium hatte man daraufhin reagiert und im Herbst 2023 eigens einen Mitarbeitenden angestellt, der sich um die Projekte kümmern sollte. Im Frühjahr 2024 war ein Büro mit der Planung für den Radweg beauftragt worden.
Umso mehr hatte sich der SPD-Ortsverein Efringen-Kirchen dieser Tage gewundert, dass "seit knapp zwei Jahren nichts mehr über den Planungsstand in der Öffentlichkeit bekannt wurde". Vorsitzender Armin Schweizer hatte sich daraufhin direkt ans Regierungspräsidium gewandt. Die Auskünfte aus dem Referat 44 – Planung – als Abteilung des Amts für Mobilität, Verkehr, Straßen gibt aber wenig Hoffnung, dass in den nächsten Wochen mit Fortschritten zu rechnen sei.
"Das heißt", so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, "Geduld ist bei Radfahrerinnen und Radfahrer gefragt, bis mit mehr Verkehrssicherheit auf direktem Weg zwischen Schliengen und Efringen-Kirchen zu rechnen ist". Dabei sieht sich Schweizer auch darin bestätigt, dass es notwendig ist, "in gewisser Hinsicht auch Druck zu machen".
Die Kartierung dauert über ein Jahr lang
Grund für die Verzögerung ist die noch laufende Kartierung der Umweltauswirkungen zu den in Planung befindlichen Varianten des Radwegs. Diese Kartierung entlang der B3 dauere über ein ganzes Jahr, so dass frühestens Anfang 2026 mit einem Ergebnis zu rechnen sei, erläutert das Regierungspräsidium. Der Prüfung kommt dabei zentrale Bedeutung zu, da erst wenn diese vorliegt, entschieden werden könne, welche der fünf Varianten weiter in der Planung verfolgt würden.
Wörtlich heißt es in der Stellungnahme des Regierungspräsidiums: "Die Planung des Radwegs befindet sich in der Phase der Voruntersuchung. Ziel dieser Planungsphase ist es, die sogenannte Vorzugsvariante zu finden. Das Projekt hat eine hohe Priorität und wird vordringlich von uns bearbeitet. Seit dem Planungsbeginn im Herbst 2023 konnten wir bereits einige Fortschritte erzielen. Nach der Ermittlung der Grundlagen wurden im Rahmen der Variantenentwicklung zahlreiche Varianten entwickelt und für diese Grobplanungen erstellt."
Für die dabei als sinnvoll erscheinenden fünf Varianten in Teilabschnitten zwischen Welmlingen und Hertingen sowie von Hertingen nach Schliengen würden nun die umweltfachlichen Betroffenheiten ermitteln. Im Frühjahr 2025 sei dazu die "faunistische und vegetationskundliche Kartierung" vergeben worden, die über eine vollständige Vegetationsperiode, das heißt das gesamte Kalenderjahr 2025 geht.
Inzwischen ist das Regierungspräsidium sicher, dass eine Planfeststellung für den Radweg notwendig wird. "Aufgrund der Länge des geplanten Radwegs sind zahlreiche Grundstücke betroffen. Unter anderem aus diesem Grund wird das Genehmigungsverfahren für das Projekt ein Planfeststellungsverfahren sein", so die Auskunft. In jedem Fall sei geplant, dass die Gemeinden und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Kartierung informiert werden. Der Termin werde im Voraus angekündigt, so die Zusage aus Freiburg.
Veröffentlicht in der Badischen Zeitung v. 20.07.2025
https://www.badische-zeitung.de/am-radweg-von-welmlingen-nach-schliengen-kann-erst-im-kommenden-jahr-weitergeplant-werden
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