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Vorschau / übersicht

Klaus Eberhardt,
Weiler Bürgermeister und SPD-Kreisvorsitzender
I. Vorbemerkung
Völlig unerwartet, aber rechtzeitig gewarnt
Wurde der Steuerradträger 2012 enttarnt
nicht ein roter Kapitän auf langer Erfolgsfahrt
nein Empfänger bin ich, Klaus Eberhardt.
Die gute Botschaft von Heichel, Christian
Trug dem Geehrten gleich die Mahnung an
Eine Dankesrede müsste ich natürlich halten
Aber bitte nicht so fad und nüchtern wie sonst gestalten.
Spätestens ab da begann für mich ein Problem
Will ich das Publikum nicht gelangweilt sehn.
Nach langem Grübeln kam mir endlich die Idee
Mach das doch einfach genauso wie der KT.
PC angeworfen, gegoogelt, völlig ungeniert
Hab ich mir die Pointen zusammenkopiert.
Vor lauter Begeisterung bei der Recherche umtrieben
Habe ich zum Schluss mit Klaus Eberhardt unterschrieben.
II. Der politische Blick in die Welt
Will ich am Aschermittwoch in der Steinener Bütt triümphen,
muss ich erst einmal den politischen Gegner beschimpfen.
Ich wäre nicht gescheit, fang ich hier im Kleinen an
Drum kommt erst mal die große Politik dran.
Wohn ich auch schaue, als erstes ich seh’
Fast mitleidig das Elend der Fast-Promille-Partei FDP.
Nach all den Misslichkeiten und Qualen
Die Wende? In Lörrach?! Die Liberalen?!
Sonntag jedoch, bei der Präsidentenauswahlrunde,
verzeichnete die FDP endlich eine Erfolgssekunde.
Ganz Berlin hat dem Jungsporn Rösner Beifall geklatscht!
Doch passt auf: bald wird der wieder von Mutti abgewatscht.
Der gilt die Berliner Relativitätstheorie als Beispiel:
8 Flaschen im Keller sind wenig, in der Regierung zu viel.
Da bleibt der Merkel fast keine Wahl
Sie regiert die Republik französisch präsidial.
Selbst das Alphamännlein Sarkozy hat dies mitbekommen
Wird im eigenen Wahlkampf von Merkel eingenommen.
Einige in Europa haben den Braten schon gerochen.
Es wird zu einseitig deutsch gesprochen.
Diese Botschaft haben auch die Griechen vernommen,
neue Bürgerschaften erhalten, gleich zerronnen.
Die Abwärtsspirale, sie endet wohl nie.
Und mit ihr gefährdet ist griechische Demokratie.
Die Frage der Maßstäblichkeit hat unsere Gesellschaft entzweit,
die etwas haben, hat dies nie gereut.
Im Bellevue war der Hausherr im Dauerschwitzen.
Wulffen war in, ebenso das Aussitzen!
Rechtzeitig vor Rosenmontag ist es erklungen
Haben sich mutige Staatsanwälte durchgerungen.
All die vielen Freundschaftsdienste verwendet
und das Leiden um Wulff endlich beendet.
Des Users Zorn im freien Netz ist vollends entfacht
hat uns nach Captain Sparrow auch politisch die Piraten gebracht.
Kaum hat sich Brüssel gegen die Netzpiraterie bewegt
Wird Acta nach Protesten erst mal ad Acta gelegt.
Die Informationen im Netz, sie fließen zusammen
Personaldaten werden gesammelt, egal woher sie stammen.
Die Dienste im Sammeln nach neuen Höhen streben:
Nur in Zwickau ging das gehörig daneben.
Auch unsere SPD, sie ist – trotz Grüne, Linke und Piraten - noch da!
Ist das das nicht wunderbar?!
Schon stehen Gabriel und Co für die Wahlen 2013 bereit
Und üben sich dabei in neuer Bescheidenheit.
Ist dies gescheit?
Vielleicht entfällt die Frage nach unserem Kanzlerkandidat
„Wer ist der beste aus dem Männertriumvirat“? (erstmal vertagt)
Realisten sollten allerdings in die Länder schauen,
wie die SPD-Erfolge dort auf Spitzenkandidaten bauen.
Vielleicht auch ein bissl nachdem Geschmack des Boulevard
Wählbar ist nur der gut gestylte Superstar.
Ist der der politische Stern im freien Fall am sinken,
helfen nur noch neue Brille, Frisur und starkes Schminken.
Nur unsere Kanzlerin, die pfeift auf solche Sachen.
Bei ihr wünschen wir uns nur, Angela, bitte einmal lachen.
Den Freidemokraten hilft jedoch nur eins – ganz unverhohlen –
Ein neuer Spitzenkandidat, Profil Dieter Bohlen.
Bei meinem eigenen Wahlkampf kommt mir eine blendende Idee
Gefragt ist ein neuer Stil und geiles Outfit wie bei KT!
III. Der Blick nach innen
Geteilte Verantwortung, Staat im Staate, es ist ein Wahn
Das unerschütterliche Planungsverständnis der deutschen Bahn.
Stuttgart 21, Bürgertrasse, Mittelrhein,
Bahn zieht nicht die betroffenen Menschen mit ein.
Augen zu und durch – der bisherige Weg
Schürte Bürgerproteste, ein Armutsbeleg.
Neuerdings die „Mut“ im Markgräflerland zeigt:
Es reüssiert, wer am lautesten schreit.
Der Landkreis will die Regio-S-Bahn stärken
Warum dann aber bitte so mutlos im Kandertal werkeln?
Schließlich kann als gutes Beispiel diene,
die Akteure des Wiesentaler Bündnisses „Pro Schiene“.
Manche haben die Zeichen trotz Wechsel nicht erkannt
Und sich in Prestige-Straßenbauprojekten verrannt.
Die sollten mal mit Tram und S-Bahn chauffieren
Und in einen gemeinsamen Infrastrukturfonds investieren.
Wasserkraft, Solarpaneele, Pellets, Biogas
Das Ende des „Weiter so“, wir unterstützen den TRAS.
Weil es uns am Hoch- und Oberrhein gut anstünde
Ein überzeugendes Bekenntnis zur Energiewende.
Jahrelang haben - wie ein eigenes Glaubensbekenntnis postuliert,
die Konservativen den Ausbau der Windkraft blockiert.
Nach Fukushima – Volkes Stimme im Ohr – wurde neu gewogen
Hat Merkel für die ganze CDU nach Stunden ihre Wende vollzogen.
Bei so viel überzeugender Lernfähigkeit
Hat es mich noch mehr gefreut,
hätte sich mancher nicht an unseren Anträgen gestört,
sondern einfach deren Inhalte mal richtig erhört.
Auch in Stuttgart ist der Wandel endlich eingetreten
Von uns gefordert, von vielen Bürgern im Stillen erbeten.
Nach 58 Jahren ungestörter Christdemokratenmacht,
ist nun die Wendeleidenschaft mit Grün/Rot entfacht.
Ein kleiner Rat an Nils Schmidt und MP Kretschmann
Geht den erforderlichen Politikwechsel behutsam an.
Wenn man nämlich in die Geschichte schaut,
Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut!
Integration, Schulreform, Gefängnisneubau,
neue Regierung: erklärt den Bürgern eure Ziele genau.
Keine Politik wie bei Grobian Mappus, sondern feiner:
Minister: orientiert euch an unserem Stickelberger Rainer!
Zu alten Regierungszeiten wurde ziemlich ungeniert,
an tausenden Stellen im Straßenbau investiert.
Damit sich keiner bei den Projekten beschwert,
wurde so manches verborgenes Kässlein geleert.
Will die neue Regierung ihre Zukunft wahren,
hilft nur eins, nicht wuchern, nein sparen.
Das lässt sich auch nicht bei den Verwaltungen vermeiden,
gilt es noch manchen Wasserkopf zu beschneiden.
Nach vielen Jahren in Händen der Union
Schickt man jetzt die Regierungspräsidenten in Pension.
Statt sich bei Pöstchenvergabe im Kleinklein zu verlieren,
sollte man lieber über den Sinn der Präsidien diskutieren.
Auch im betulichen Landkreis Lörrach, wer hätte es gedacht
Haben die Kreispolitiker einen Wandel vollbracht.
Die Idee ist wohl im 11.Stock des Lörracher Rathaus geboren
Und wir haben eine CDU-freie Landrätin auserkoren.
Auch im SPD-Kreisvorsitz hat es einen Wechsel gegeben.
Will da jemand etwa nach Höherem am Hochrhein streben?
Muss erst mal alles Neue kennen lernen, sich richtig vernetzen.
Ich rate euch aber, diesen Anfänger nicht zu unterschätzen.
Auch wenn manch Ortsverein im Dornröschenschlaf verharrt,
ist die lokale SPD längst nicht in Bewegungslosigkeit erstarrt.
Wir werden für unsere sozialdemokratischen Überzeugungen kämpfen
Und nicht den Erfolg der neuen Landesregierung dämpfen.
Mit klugen Anträgen aus den eigenen Reihen
werden wir den Kreis aus seiner Lethargie befreien.
Vielleicht werden auch die Mitglieder nicht entschwinden,
weil sie uns hoffentlich so sexy finden.
Nach langem Grübeln kam mir die Idee:
Unser Comeback machen wir nicht wie KT!
Stattdessen ich optimistisch in die Zukunft seh,
sie hat noch Feuer, unsere SPD!
Fast hätt’ ich es vergessen, was für ein Graus!
Meinen Dank für Steuerrad, Laudator und Applaus.
Ab Morgen geh ich mit geschwellter Brust,n aber ohne Reime zu Werk
Für meinen OB-Wahlkampf zwischen Rhein und Dinkelberg.
Steinen, 23.02.2012
Klaus Eberhardt
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