Neujahrsempfang 2017

Veröffentlicht am 31.01.2017 in Veranstaltungen

Der SPD Ortsverein Brombach freut sich über eine gelungene Veranstaltung, die uns allen viel Mut für die kommenden Monate macht. Wir bedanken uns beim Kreisvorstand Lörrach für die tolle Zusammenarbeit und bei allen Gästen für die spannenden Gespräche anschließend an den Neujahrsempfang.

Die komplette Rede des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Maximilian Schmalz zum Neujahrsempfang 2017 gibt es jetzt auch auf unserer Homepage zum nachlesen oder als PDF zum herunterladen.

 

Liebe Gäste,

im Namen des gesamten SPD-Ortsvereins Brombach möchte ich Sie heute hier in der Bibliothek Brombach zu unserem gemeinsamen Neujahrsempfang 2017 mit dem SPD-Kreisverband begrüßen.

 

Zum festen Bestandteil unserer Veranstaltung haben in der Vergangenheit immer Grußworte unseres Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger gehört. Ich freue mich, dich, lieber Rainer, auch in diesem Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Auch Frau Ortsvorsteherin Silke Herzog hat traditionell immer ein Grußwort gesprochen. Leider kann sie in diesem Jahr aus Krankheitsgründen nicht an unserem Empfang teilnehmen.

Mein Gruß gilt allen anwesenden Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräten, sowie den Ortsvorstehern aus Hauingen und Haagen, Günther Schlecht und Horst Simon.

Auch die benachbarten SPD-Ortsvereinsvorsitzenden möchte ich begrüßen. Ich freue mich, euch jedes Jahr hier willkommen heißen zu können. Das belegt unsere Verbundenheit und die gute Zusammenarbeit, die wir schon lange pflegen.

Der diesjährige Neujahrsempfang ist für den Ortsverein etwas Besonderes. Wie bereits eingangs erwähnt, veranstalten wir ihn in diesem Jahr zusammen mit unserem Kreisverband. Ich möchte deshalb unseren Kreisvorsitzenden Philipp Schließer stellvertretend für den gesamten Kreisvorstand begrüßen.

Mein Willkommensgruß gilt auch Bernd Sevecke, dem Vorsitzenden der AG 60 plus. Er wird später ebenfalls zu Ihnen sprechen.

Auch der designierte Kandidat für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim zur Bundestagswahl 2017, Jonas Hoffmann, weilt heute unter uns. Er wird sich Ihnen nachher vorstellen. Sei herzlich willkommen, Jonas.

Ganz herzlich möchte ich mich bei Erhard Zeh für seine musikalische Begleitung bedanken und ihn bei uns begrüßen.

Diese gemeinsame Veranstaltung ist für den Ortsverein der Auftakt in ein Jahr, in dem wir unser 120-jähriges Jubiläum feiern. Wir sind somit der zweitälteste SPD-Ortsverein im Landkreis Lörrach.  Diesen Anlass werden wir am 9. Juli 2017 gebührend feiern. Als Gäste dürfen wir dann unter anderen Gernot Erler und Rainer Stickelberger begrüßen. Zusammen mit Hubert Bernnat erarbeiten wir gerade eine Chronik, die wir zu gegebener Zeit veröffentlichen werden.

In diesem Jahr werden auch Mitglieder unseres Ortsvereines geehrt. Es sind Genossen, die über 10, 40 und sogar 60 Jahre Mitglied in unserer Partei sind und sich hier politisch engagieren.

Ich bin froh, auf den Erfahrungsschatz der Mitglieder im Ortsverein Brombach zugreifen zu können. Ihr seid die wichtigste Stütze für unsere politische Arbeit, und ich möchte mich von Herzen bei euch für eure Unterstützung und eure Ratschläge bedanken.

Seit zwanzig Jahren beschäftigt die Brombacher Bevölkerung der Bau einer neuen Sporthalle. Wir als Ortsverein begleiten diesen Prozess, sind seit Jahren Mitglied des Fördervereins und haben uns auch im Laufe des letzten Jahres weiterhin zum Bau der Halle positioniert. Wir sind froh, dass der Bebauungsplan für die Halle trotz der Neugestaltung des Projekts der Schöpflin-Stiftung weiterhin Bestand hat und dieses Jahr weiter realisiert werden kann.

Aus unserer Sicht wäre es gut, wenn in die neuen Überlegungen zur Bebauung des Grundstückes eine Möglichkeit für altersgerechtes Wohnen mit einbezogen würde. Brombach bietet dies bisher leider nicht.  Altersgerechtes Wohnen in Brombach bleibt für uns als SPD ein wichtiges Thema.

Im Blick auf die Ereignisse der ersten Wochen des neuen Jahres möchte ich nun den Fokus auf Themen richten, die mir als Sozialdemokrat wichtig sind. Sie berühren die grundlegenden Ideen unserer Partei: Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit.

2016 war ein ereignisreiches, aber auch Besorgnis erregendes Jahr, sei es auf der weltpolitischen Bühne oder hier in der Region. Am letzten Wochenende haben wir gesehen, wie ein Populist und Hetzer das mächtigste Amt der westlichen Gesellschaft nach demokratischer Wahl bekommt und gleichzeitig die Hoffnung auf Veränderung und eine bessere Welt, die sein Vorgänger bei Millionen von Menschen zu Amtsbeginn verbreitet hat, zunichtemacht.

Dabei ist es die Hoffnung, die uns Menschen vorantreibt.

Hunderttausende Menschen haben sich auch im letzten Jahr wieder auf den Weg nach Europa gemacht, in der Hoffnung auf ein neues, sicheres Leben. Einige von ihnen machen auch hier in unserem Ortsteil Halt. Waren es zu Beginn erwachsene geflüchtete Menschen, so sind es seit Beginn diesen Jahres Jugendliche, die aus den verschiedensten Teilen der Welt bei uns Zuflucht suchen.

Der Anstand, die Menschlichkeit und ein demütiger Blick auf die Geschichte unseres Landes gebieten es, sie bei uns ohne Vorbehalte aufzunehmen, mit ihnen in Kontakt zu treten und sie kennen zu lernen. Wir müssen den Neuankömmlingen unsere Kultur und unser Rechtssystem näherbringen. Gerade dies gehört neben einer Willkommenskultur zur Integration. Wir dürfen uns nicht voneinander abschotten, sondern müssen in den Dialog treten, Vorurteile und Vorbehalte abbauen.

Das ist der beste Weg, um Ängsten, die vielleicht auch auf beiden Seiten bestehen, zu begegnen.

Unter der großen Zahl der hier ankommenden hilfesuchenden Menschen sind allerdings auch ein paar wenige mit bösartigen Absichten.

Was in Berlin und zuvor an anderen Orten passiert ist, ist schrecklich. Aber es sollte uns auch darauf aufmerksam machen, dass wir die Menschen, die zu uns kommen, nicht pauschal verdächtigen. Terroristen dürfen nicht den Erfolg haben, dass ihr abscheuliches Treiben zu Ressentiments gegen alle Flüchtlinge herangezogen wird.

Lassen Sie uns gegen diese perfide Taktik mit Menschlichkeit und Differenziertheit ankämpfen.

Populismus und übersteigerter Nationalismus, wie wir sie täglich sprachlos vom amerikanischen Präsidenten erfahren, ist nicht nur ein Problem jenseits des Atlantiks. Im letzten Jahr haben sich die Briten gegen ein gemeinsames Europa entschieden, und in Frankreich, den Niederlanden und in anderen europäischen Ländern versuchen rechte Populisten, mehr Macht und Anhänger zu bekommen und mit nationalistischen Thesen die Bevölkerung zu verführen.

 Leider auch in Deutschland. Wenn kleine Teile der Gesellschaft für sich proklamieren, DAS Volk zu sein, also für eine Gesamtheit zu sprechen, die sie nicht sind, und das lauthals in den Himmel schreien, wenn sie die Presse als Lügenpresse bezeichnen, dann ist etwas faul im Land.

Diese Gruppierungen und ihre Anhänger sind eben nicht DAS Volk. Sie missbrauchen den Slogan einer friedlichen und gewaltfreien Revolution, die sich explizit für die Freiheit in jeglicher Form eingesetzt hat.

Wir sehen daran: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und wir dürfen uns nicht auf ihr ausruhen!

Vielleicht sind wir durch unseren gesellschaftlichen Wohlstand, durch die selbstverständliche Freiheit, in der wir hier leben dürfen, etwas satt geworden. Die SPD wird sich immer diesen Angriffen auf unsere demokratische Grundordnung widersetzen.

Aber aus der Geschichte sollten wir gelernt haben zu reflektieren. Das gilt sowohl für die Gesellschaft, also die Bürgerinnen und Bürger, als auch für die Politik. Beide Seiten müssen kritikfähig sein, von- und miteinander lernen, aufeinander hören und sich annähern, statt sich voneinander zu entfernen.

Ich bin stolz darauf, dass viele Menschen gegen diesen Populismus auf die Straße gehen und unsere Grundrechte verteidigen. Manche mögen sagen, solche Strömungen müsse die Demokratie aushalten. Aushalten, ja, aber nicht akzeptieren. Wir müssen wachsam sein und müssen schauen, dass die Gesellschaft nicht gespalten wird und der Hass nicht wieder in die Parlamente und hier besonders in den Bundestag einzieht.

Ich freue mich, dass die SPD seit dieser Woche einen designierten Kanzlerkandidaten hat, der sich auf der europäischen Bühne schon mehrfach energisch gegen rechte Hetze gewehrt hat und ein überzeugter Europäer ist. Martin Schulz hat den Populisten und eben jenen Hetzern, die die Stimmung im Land vergiften, den Kampf angesagt.

Ich bin guter Dinge, dass wir hier im Kreis einen guten Wahlkampf für Jonas Hoffmann und Martin Schulz führen werden.

Ich möchte mich bei Ihnen allen für Ihr Kommen bedanken und übergebe nun das Wort an Philipp Schließer.

 

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